HENSOLDT entwickelt Radarsystem für unkontrollierten Luftraum

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05.09.2024

Flugversuche im DLR bestätigen Funktion des Systems

HENSOLDT entwickelt Radarsystem für unkontrollierten Luftraum

Ulm, 05. September 2024 - Der Sensorik-Lösungsanbieter HENSOLDT hat zusammen mit mehreren Partnern ein kompaktes und störungssicheres Radarsystem für den unkontrollierten Luftraum entwickelt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das Radarsystem in Flugversuchen mit mehreren Drohnen und einem Forschungshubschrauber getestet. Die Tests haben gezeigt, dass das System in der Lage ist, den unkontrollierten Luftraum über städtischen Gebieten zu überwachen. Derzeit werden weitere Analysen durchgeführt, um die zuverlässige und sichere Erkennung von Flugzeugen zu bewerten.

Die Flugversuche im Nationalen Versuchszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme des DLR in Cochstedt bildeten den Abschluss des Projekts "MIMO Air". Unter der Leitung von HENSOLDT entwickelten und validierten mehrere Projektteilnehmer den Forschungsprototyp eines "Air Traffic Monitoring and Management System" (ATMMS). Mehrere Hauptkomponenten wurden neu entwickelt. Dazu gehören ein MIMO-Radarsensor, ein Radar-Postprozessor, eine Bodenkontrollstation und ein Datenlink.

Der MIMO-Radarsensor von HENSOLDT und der Radar-Postprozessor werden zusammen als MIMO-Radarsystem bezeichnet. Das kognitive MIMO-Radarsystem überwacht den Nahbereich der fliegenden Plattform, warnt vor Hindernissen und dient gleichzeitig als Navigations- und Landehilfe. Generell zeichnet sich ein kognitives MIMO-Radarsystem dadurch aus, dass es mittels künstlicher Intelligenz (KI) dynamisch auf sich ändernde Umweltbedingungen reagiert und auch seine begrenzten Hard- und Softwareressourcen angemessen berücksichtigt. MIMO" steht für "multiple-input and multiple-output" und ermöglicht es dem Radarsensor, seine Signalempfangsapertur "virtuell" zu vergrößern, ohne die Größe seiner Empfangsantenne physisch zu verändern. Diese Fähigkeit ist unerlässlich, wenn Gewicht und Größe des Radarsensors so gering wie möglich gehalten werden sollen.

"Die Flugerprobung hat gezeigt, dass Luftverkehrsteilnehmer im unkontrollierten Luftraum G über Stadtgebieten zuverlässig und sicher überwacht werden können", sagte Maurice Tennigkeit, Projektleiter Airborne & Space Radars. "Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein, um in Zukunft zum Beispiel auch Lufttaxis in den deutschen Luftraum zu integrieren."

HENSOLDT leitete das Projekt "MIMO Air". An der Entwicklung und Verifikation waren auch das DLR (Institut für Flugführung und Systemtechnik für zukünftige Mobilität, Flugexperimente), das Fraunhofer Institut FHR, die Humatects GmbH und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH beteiligt. Das Projekt ist ein Förderprojekt aus dem Luftfahrtforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Über HENSOLDT

HENSOLDT ist ein führendes Unternehmen der europäischen Verteidigungsindustrie mit globaler Reichweite. Das Unternehmen mit Sitz in Taufkirchen bei München entwickelt komplette Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen. Als Systemintegrator bietet HENSOLDT plattformunabhängige, vernetzte Lösungen. Als Technologieführer treibt das Unternehmen zudem die Entwicklung von Verteidigungselektronik und Optronik voran und erweitert sein Portfolio kontinuierlich um innovative Ansätze in den Bereichen Datenfusion, künstliche Intelligenz und Cybersicherheit. Im Jahr 2023 erzielte HENSOLDT einen Umsatz von 1,85 Milliarden Euro. Nach der Übernahme der ESG GmbH beschäftigt das Unternehmen rund 8.000 Mitarbeiter. HENSOLDT ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im MDAX gelistet.

Presse-Kontakt:

Nico Fritz

Tel.: +49 (0)731.392.6203

Mail: nico.fritz@hensoldt.net

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