HENSOLDT modernisiert Artillerie-Ortungsradar COBRA
Taufkirchen/Deutschland, 14. Juni 2021 - Der Sensorspezialist HENSOLDT wird die Testausrüstung des Artillerieortungsradars COBRA modernisieren, das bei mehreren NATO-Armeen im Einsatz ist. Im Rahmen eines Auftrags, den die multinationale Beschaffungsorganisation Organisation Conjointe de Cooperation en matière d'Armement (OCCAR) im Namen Deutschlands und Frankreichs vergeben hat, wird HENSOLDT den COBRA Radar Environment Simulator (CRES) ersetzen, der für die Ermittlung des optimalen Einsatzes und die Prüfung der Systemleistung unerlässlich ist.
Der CRES ist das Schlüsselelement zur Prüfung und Verifizierung der COBRA-Radarleistung in einer Laborumgebung mit reproduzierbaren Zielflugbahnen. Es erzeugt künstliche Radarreflexe, mit denen alle Arten von ballistischen Geschossen (Raketen, Mörsergranaten, Haubitzen- oder Kanonengeschosse) simuliert werden können, ohne dass reale Übertragungen erforderlich sind. Daher kann das CRES in einer geschlossenen Wartungshalle oder sogar in einem COBRA-Schutzraum betrieben werden.
Das derzeitige CRES ist seit den 1990er Jahren in Betrieb und hat sich als veraltet und unzuverlässig erwiesen. Der Ersatz durch ein CRES, das von HENSOLDT für COBRA-Systeme anderer Hersteller entwickelt und eingesetzt wird, wurde als die wirtschaftlichste Lösung angesehen.
COBRA ist ein mobiles Radarsystem zur Ortung feindlicher Artillerie- und Raketenstellungen und zur Vorausberechnung der Flugbahn von Geschossen, um eine Frühwarnung zu geben und Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Seine erste Konfiguration wurde um die Jahrhundertwende vom EuroArt-Konsortium aus HENSOLDT, Thales und Lockheed Martin für die deutschen, französischen und britischen Streitkräfte entwickelt. Heute sind insgesamt mehr als 40 Systeme in verschiedenen Konfigurationen in Deutschland, Frankreich und der Türkei sowie bei mehreren Streitkräften außerhalb Europas im Einsatz.
Über HENSOLDT
HENSOLDT ist ein deutscher Marktführer in der Verteidigungsindustrie mit einer führenden Marktposition in Europa und einer globalen Reichweite. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Taufkirchen bei München entwickelt Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen. Als Technologieführer baut HENSOLDT auch sein Cyber-Portfolio kontinuierlich aus und entwickelt neue Produkte zur Bekämpfung verschiedenster Bedrohungen, die auf innovativen Ansätzen in den Bereichen Datenmanagement, Robotik und Cybersicherheit basieren. Mit mehr als 5.600 Mitarbeitern erwirtschaftete HENSOLDT im Jahr 2020 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. HENSOLDT ist an der Frankfurter Wertpapierbörse und im dortigen Börsenindex SDAX notiert.
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