HENSOLDT-Radar beweist Leistungsfähigkeit gegen asymmetrische Bedrohungen

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22.08.2017

Frühzeitige Erkennung von Angriffen durch Raketen und UAVs demonstriert

HENSOLDT-Radar beweist Leistungsfähigkeit gegen asymmetrische Bedrohungen

Taufkirchen, 23. August 2017 - Das von HENSOLDT entwickelte 3D-Radar SPEXER 2000 hat bei zwei Kundendemonstrationen unter realen Einsatzbedingungen seine hervorragenden Detektionsfähigkeiten, insbesondere gegen asymmetrische Bedrohungen, unter Beweis gestellt.

"Für den Schutz vor asymmetrischen Angriffen sind leistungsfähige Sensoren unerlässlich", fasst HENSOLDT-Geschäftsführer Thomas Müller die Ergebnisse der Demonstrationen zusammen. "Unser SPEXER 2000 3D hat seine Fähigkeiten auf Demonstrationsebene im direkten Vergleich mit Radarsystemen aller Größenordnungen unter Beweis gestellt."

Bei der ersten Demonstration auf dem Truppenübungsplatz Putlos bei Fehmarn detektierte das Radar als "mobile Plattform" an Bord des US-Zerstörers USS James E. Williams Live-Feuer in Form von sehr niedrig fliegenden Milan-Panzerabwehrraketen, die vom Festland abgeschossen wurden. Und das in Rekordzeit und mit höchster Präzision. Dank der frühzeitigen Bestätigung von Richtung, Geschwindigkeit und Art der Bedrohung, während sich die Raketen noch über dem Festland befanden, und nicht erst, als sie bereits über dem Meer waren, hätte das Schiff in einer echten Notsituation eine Vorwarnzeit von zehn Sekunden gehabt, was in solchen Bedrohungsfällen als geradezu "komfortabel" angesehen worden wäre.

Die zweite Demonstration fand auf einem anderen Übungsgelände statt und umfasste einen größeren Kundenkreis. Die Aufgabe bestand darin, Drohnen unterschiedlicher Größe und Geschwindigkeit in Entfernungen zwischen 100 Metern und 5 Kilometern zu erkennen. Außerdem sollte ein Raum mit einem Azimutwinkel von +/- 60° und einem Elevationswinkel von mehr als 10° abgedeckt werden. Das gleiche Demonstrationsgerät hat auch diesen Test mit Bravour bestanden.

SPEXER 2000 ist für Bodenüberwachungsmissionen optimiert. Mit seiner hohen Doppler- und Geschwindigkeitsauflösung sowie seiner starken Clutter-Unterdrückung ist es in der Lage, sehr kleine und langsam bewegte Objekte wie Fußgänger, aber auch extrem schnelle Objekte wie Lenkflugkörper zuverlässig zu erkennen, zu verfolgen und zu klassifizieren. Damit eignet sich das System hervorragend für die Frühwarnung vor asymmetrischen Angriffen. Dank der Strahlsteuerung in der Elevation ist das 3D-Radar in der Lage, die für die Überwachung asymmetrischer Bedrohungen erforderlichen Aufgaben flexibel und zuverlässig während der Fahrt (Schiff, Fahrzeug) oder am Boden zu erfüllen und damit den Schutz der eingesetzten Truppen deutlich zu verbessern.

Für den Schutz von Feldlagern oder Schiffen in küstennahen Gewässern ist eine besonders effiziente Sensorleistung im Nahbereich und bei der Unterdrückung von störenden Hintergrundechos - dem so genannten "Clutter" - erforderlich. Diese Fähigkeiten werden jedoch von bestehenden militärischen Systemen, wie z.B. großen Marine-Radarsystemen, oft nicht in der erforderlichen Qualität bereitgestellt, da sie in der Regel für andere Parameter optimiert sind.

Über HENSOLDT

HENSOLDT ist ein unabhängiger, weltweit führender Anbieter von hochwertigen Sensoren für Sicherheits- und Überwachungsmissionen. Das Unternehmen ist weltweit unter anderem in den Bereichen Raketenwarnsysteme und U-Boot-Periskope tätig. Außerdem ist HENSOLDT sehr aktiv auf dem Markt für Radarsysteme, Optronik und elektronische Schutzsysteme. Das Unternehmen umfasst die Sicherheits- und Verteidigungselektronik-Aktivitäten der Airbus Group, die 2017 aus dem Konzern ausgegliedert wurden und nun als neues Sensorhaus unter dem Markennamen HENSOLDT auf den Markt kommen. HENSOLDT beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 1 Milliarde Euro.

Ansprechpartner für die Presse

Lothar Belz

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