HENSOLDT vergibt „Argus“-Preis an Studenten

Herausragende Absolventen der Informations- und Elektrotechnik ausgezeichnet

Der Wissenschaftspreis „Argus“ von HENSOLDT wurde zum 16. Mal verliehen (v.l.n.r. stehend): Denis Böhm (Hochschule Ulm), Maurice Hott (Christian-Albrechts-Universität Kiel), Katharina Klein (Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie, FKIE) und Jonas Fuchs (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg); Kniend: Hans Schily (FKIE, links), Denis Schlotthauer (Universität Ulm).

Ulm, 23. November 2018 – Herausragende Abschlussarbeiten von Hochschulabsolventen der Nachrichten-, Informations- und Elektrotechnik hat der Sensorhersteller HENSOLDT im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit seinem Forschungspreis "Argus" ausgezeichnet. Neue Erkenntnisse in diesen Fachgebieten, den Technologieschwerpunkten von HENSOLDT, sind wichtig zum Beispiel für die Flugsicherheit, die Erdbeobachtung und Fahrerassistenzsysteme.

"Das Tempo der Technologieentwicklung in der Elektronik und Sensorik nimmt immer mehr zu", sagte Ryszard Bil, Chief Technical Officer (CTO) bei HENSOLDT. "Deshalb ist es für ein Sensorhaus wie HENSOLDT extrem wichtig mit der Forschung in engem Kontakt zu bleiben und neue Erkenntnisse in Produktentwicklungen einfließen zu lassen."

Der mit jeweils 1.500 Euro dotierte Preis wird bereits seit 16 Jahren vergeben. Die Verleihung erfolgte im Rahmen des alljährlichen Professorentages am Ulmer Standort von HENSOLDT. Professoren renommierter Universitäten und Hochschulen sowie Experten des Unternehmens nutzen diese Plattform regelmäßig zum Wissensaustausch. Eine Jury aus Hochschulprofessoren und Unternehmens-Experten selektierte aus zahlreichen Einreichungen sechs herausragende Abschlussarbeiten, eine davon von der Universität Ulm sowie eine weitere von der Hochschule Ulm.

An der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Universität Ulm studierte Denis Schlotthauer. Prämiert wurde seine von Professor Christian Waldschmidt betreute Masterarbeit über die Entwicklung eines Vibrationssensors auf Radarbasis zum Einsatz in der Medizintechnik. Ausgezeichnet wurde auch die von Professor Roland Münzner betreute Bachelorarbeit von Dennis Böhm, der am Institut für Kommunikationstechnik der Hochschule Ulm studierte. Er beeindruckte die Juroren mit der Entwicklung einer Kalibrierungsmethode für Computerchips in Radarsystemen, die nur noch ein Prozent der bisher aufgewendeten Zeit benötigt.

Ein mathematisches Verfahren zur Detektion einer Vielzahl von schwer unterscheidbaren kleinen Objekten entwickelte Hans Schily in seiner von Professor Wolfgang Koch betreuten Masterarbeit am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) in Bonn. Mit diesen Erkenntnissen können Fahrerassistenzsysteme verbessert werden. Ebenfalls am FKIE studierte Katharina Klein, die sich ihren „Argus“-Preis mit ihrer Bachelorarbeit über den Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen zur Vorhersage von Radarsignalen etwa im Autoverkehr verdient hat. Ihre Arbeit wurde am FKIE von Sabine Apfeld betreut.

Am Lehrstuhl für Technische Elektronik der Friedrich-Alexander Universität ErlangenNürnberg (Professor Robert Weigel) erarbeitete Jonas Fuchs seine Masterarbeit über die Verbesserung der Genauigkeit von Radarsensoren durch Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Für preiswürdig erachtete die Jury auch die Masterarbeit, die Maurice Hott unter Anleitung von Professor Peter Höher am Institut für Informations- und Codierungstheorie der Christian-Albrechts-Universität Kiel vorgelegt hat. Darin entwickelte der Preisträger neuartige Verfahren der Signalverarbeitung für Radarsysteme, die mehrere Antennen gleichzeitig nutzen und daher schneller und genauer arbeiten.

In seiner Laudatio unterstrich HENSOLDT-Technologiemanager Dr. Guy Kouemou: "Neue Produkte, die unseren Kunden helfen, zum Beispiel Verkehrsmittel sicherer und effizienter zu machen, erfordern eine Vielzahl von Detailforschungen. Dazu leisten die hervorragenden Absolventen unserer Partnerhochschulen einen wertvollen Beitrag".

Am Standort Ulm von HENSOLDT sind rund 2.000 Mitarbeiter mit der Entwicklung und Fertigung komplexer Sicherheitselektronik, u.a. Radare, elektronische Schutzsysteme und Hochfrequenz-Elektronikbauteile, tätig. Der größte Teil der Mitarbeiter sind Ingenieure und Techniker, cirka 180 junge Leute befinden sich in der Ausbildung.

Über HENSOLDT

HENSOLDT ist ein Pionier der Technologie und Innovation im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitselektronik. Das Unternehmen mit Sitz in Taufkirchen bei München und dem größten Produktionsstandort in Ulm zählt zu den Marktführern auf dem Gebiet ziviler und militärischer Sensorlösungen und entwickelt auf der Basis innovativer Ansätze für Datenmanagement, Robotik und Cyber-Sicherheit neue Produkte zur Bekämpfung vielfältiger Bedrohungen. HENSOLDT erzielt mit etwa 4.300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 1 Milliarde Euro. www.hensoldt.net

Pressekontakt

Lothar Belz
+49 (0)731.392.3681
lothar.belz@hensoldt.net

Sprache ändern