Mit vereinten Kräften gegen illegale Drohnen

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08.08.2016

Airbus DS Electronics und Border Security arbeiten mit Dedrone zusammen, um der Bedrohung durch kleine Drohnen zu begegnen

Mit vereinten Kräften gegen illegale Drohnen

München/San Francisco/CA - 27. Juli 2016 - Airbus DS Electronics and Border Security (EBS) und Dedrone, San Francisco, haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und wollen gemeinsam der Bedrohung durch kleine Drohnen begegnen. Die Partner wollen gemeinsam Anti-Drohnen-Systeme anbieten, mit denen unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs), die in den kritischen Luftraum eindringen, zuverlässig erkannt werden, so dass frühzeitig elektronische Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

"Weltweit haben Vorfälle mit universell einsetzbaren kleinen Drohnen eine Sicherheitslücke bei Großveranstaltungen oder kritischen Einrichtungen wie Flughäfen aufgezeigt", sagte Thomas Müller, Managing Director von Airbus DS Electronics and Border Security (EBS). "Indem wir die Fähigkeiten von Airbus mit unserem Langstreckenradar und unseren Störfunktionen und die von Dedrone mit seiner marktführenden Multisensor-Plattform zusammenführen, haben wir ein breites Einsatzspektrum, das sowohl städtische als auch außerstädtische Gebiete abdeckt.

Jörg Lamprecht, CEO von Dedrone, fügte hinzu: "Kleine Drohnen erobern den Luftraum. Aber auch Kriminelle haben diese Technologie für sich entdeckt und nutzen sie zum Schmuggeln, zum Ausspähen und im schlimmsten Fall sogar für terroristische Anschläge. Wir freuen uns daher, gemeinsam mit Airbus eine effektive Komplettlösung für diese neue Herausforderung anbieten zu können. Unsere Systeme ergänzen sich in idealer Weise, denn sie kombinieren die frühzeitige Erkennung von Drohnen auf kurze und lange Distanz mit der Fähigkeit, automatisch wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Das von den Unternehmen gemeinsam angebotene Counter-UAV-System wird modular aufgebaut sein und die Möglichkeit bieten, verschiedene Sensoren - Kameras, Radarsysteme, Mikrofone, Peilsender - mit unterschiedlichen Reichweiten von bis zu 10 Kilometern zu kombinieren. Die von diesen Sensoren gelieferten Daten werden mit Hilfe modernster Datenfusions- und Signalanalysetechnologien zusammengeführt. Auf der Grundlage einer umfangreichen Datenbank von Drohnenmustern und -signaturen sowie der Echtzeitanalyse von Steuersignalen unterbricht ein Störsender dann die Verbindung zwischen Drohne und Pilot oder stört deren Navigation. In der Regel fliegt die Drohne dann zu ihrem Startpunkt zurück oder landet an ihrem aktuellen Standort. Außerdem verfolgt der Peilsender die Position des Piloten, um ihn anschließend festzunehmen.

Dank der von Airbus DS EBS entwickelten Smart Responsive Jamming Technology blockieren die Störsignale nur die Frequenzen, die für den Betrieb der Drohne genutzt werden, während andere Frequenzen in der Umgebung betriebsbereit bleiben. Das Counter-UAV-System wurde in der eigenen Einrichtung von Airbus Defence and Space und bei Kundenpräsentationen in Deutschland und Frankreich ausgiebig getestet. Je nach gewünschter Konfiguration wird ein einsatzfähiges System ab Ende 2016 verfügbar sein.

Dedrone hat den DroneTracker entwickelt, ein einzigartiges UAV-Warnsystem, das aus optimierter Hardware und intelligenter Software besteht. Der DroneTracker ist bereits erhältlich und wurde bereits erfolgreich an Orten wie Gefängnissen und Stadien eingesetzt. An der Fassade von Gebäuden angebracht, erkennt der DroneTracker herannahende Drohnen mit Hilfe verschiedener optischer und akustischer Sensoren sowie Frequenzscannern. Die erfassten Signale wie Geräusche, Bewegungsmuster, Silhouette und Frequenzen werden von der Software verarbeitet und ausgewertet. Auf diese Weise erkennt der DroneTracker zuverlässig Drohnen in einem Radius von bis zu einem Kilometer, identifiziert sie und alarmiert die Sicherheitskräfte. Über die Schnittstelle mit der Airbus-Störtechnik können automatisch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Über Airbus DS Electronics and Border Security (EBS)

EBS ist das neue Sensorhaus, ein weltweit führender Anbieter von hochwertiger Elektronik in den Bereichen Schutz, Aufklärung und Überwachung. Das Unternehmen rüstet Streitkräfte und Sicherheitsorganisationen auf der ganzen Welt aus und stützt sich dabei auf eine 100-jährige Tradition und die Erfahrung renommierter technologischer Vorgängerunternehmen wie Dasa, Aérospatiale-Matra, Telefunken, Dornier und Zeiss. EBS beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr. EBS ist eine 100%ige Tochtergesellschaft von Airbus Defence and Space. Die Airbus Group hat mit der Investmentgesellschaft KKR eine Vereinbarung über den Erwerb von zunächst 74,9 % der EBS-Aktien unterzeichnet, die an KKR übertragen werden soll. Die Vereinbarung unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen und der Anhörung der Mitarbeiter, und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2017 in Kraft treten. Danach wird das Unternehmen unter dem Markennamen "Hensoldt" auftreten und damit der Tradition eines deutschen Pioniers der Sensortechnologie folgen, dessen Name für die Kombination von Exzellenz, Innovation und Effizienz steht.

Über Dedrone

Dedrone entwickelt bereits seit 2014 Technologien zur Erkennung kleiner ziviler Drohnen. Das Unternehmen war weltweit eines der ersten in diesem Bereich und zählt zu den Innovations- und Technologieführern in diesem Bereich. Der von Dedrone entwickelte DroneTracker warnt in Echtzeit vor kriminellen unbemannten Fluggeräten und schützt Rechenzentren, Stadien, Gefängnisse, Flughäfen und andere kritische Infrastrukturen vor Schmuggel, Spionage und Terroranschlägen. Je nach Bedarf können beliebig viele Sensoren und Gegenmaßnahmen, wie z.B. Störsender, in den DroneTracker integriert werden und automatisch ausgelöst werden. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in San Francisco, USA, Entwicklung und Produktion finden jedoch in Kassel statt.

Ansprechpartner für die Presse

Lothar Belz

**+49 (0)731.392.3681

lothar.belz@airbus.com**

Jörg Lamprecht

**+1 415.604.6136

joerg.lamprecht@dedrone.com**

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