HENSOLDT verleiht "Argus"-Preis an Studenten
Herausragende Absolventen der Informatik und Elektrotechnik erhalten Auszeichnungen
Ulm, 23. November 2018 - Der Sensorhersteller HENSOLDT hat im Rahmen seiner Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen herausragende Abschlussarbeiten von Absolventen der Kommunikations-, Informations- und Elektrotechnik mit dem Forschungspreis "Argus" ausgezeichnet. Neue Erkenntnisse in diesen Fachgebieten, den technologischen Schwerpunkten von HENSOLDT, sind zum Beispiel für die Flugsicherheit, die Erdbeobachtung und Fahrerassistenzsysteme wichtig.
"Das Tempo der Technologieentwicklung in der Elektronik und Sensorik beschleunigt sich", sagt Ryszard Bil, Chief Technical Officer (CTO) bei HENSOLDT. "Für ein Sensorikunternehmen wie HENSOLDT ist es daher äußerst wichtig, in engem Kontakt mit der Forschung zu bleiben und neue Erkenntnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen.
Der mit jeweils 1.500 Euro dotierte Preis wird seit 16 Jahren vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen des jährlichen Professorentages am HENSOLDT-Standort Ulm statt. Professoren von renommierten Universitäten und Hochschulen sowie Experten aus dem Unternehmen nutzen diese Plattform regelmäßig zum Wissensaustausch. Eine Jury aus Universitätsprofessoren und Unternehmensexperten wählte aus zahlreichen Einreichungen sechs herausragende Abschlussarbeiten aus, eine von der Universität Ulm und eine von der Fachhochschule Ulm.
Denis Schlotthauer studierte an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Universität Ulm. Ausgezeichnet wurde seine von Professor Christian Waldschmidt betreute Bachelorarbeit über die Entwicklung eines radarbasierten Vibrationssensors für den Einsatz in der Medizintechnik. Ausgezeichnet wurde auch die von Professor Roland Münzner betreute Bachelorarbeit von Dennis Böhm, der am Institut für Kommunikationstechnik der Hochschule Ulm studierte. Er überzeugte die Jury mit der Entwicklung eines Kalibrierungsverfahrens für Computerchips in Radarsystemen, das nur noch ein Prozent des bisherigen Zeitaufwands benötigt.
Hans Schily entwickelte in seiner von Professor Wolfgang Koch betreuten Masterarbeit am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) in Bonn ein mathematisches Verfahren zur Erkennung einer Vielzahl kleiner, schwer unterscheidbarer Objekte. Diese Erkenntnisse können zur Verbesserung von Fahrerassistenzsystemen genutzt werden.
Katharina Klein hat ebenfalls am FKIE studiert und mit ihrer Bachelorarbeit über den Einsatz künstlicher neuronaler Netze zur Vorhersage von Radarsignalen, zum Beispiel im Autoverkehr, den "Argus"-Preis gewonnen. Betreut wurde ihre Arbeit am FKIE von Sabine Apfeld.
Am Institut für Technische Elektronik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Professor Robert Weigel) schrieb Jonas Fuchs seine Masterarbeit über die Verbesserung der Genauigkeit von Radarsensoren durch Methoden der künstlichen Intelligenz. Als preiswürdig erachtete die Jury auch die von Maurice Hott unter der Betreuung von Professor Peter Höher am Institut für Informations- und Codierungstheorie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eingereichte Masterarbeit. Der Preisträger entwickelte neuartige Signalverarbeitungsmethoden für Radarsysteme, die mehrere Antennen gleichzeitig nutzen und dadurch schneller und genauer arbeiten.
In seiner Laudatio betonte HENSOLDT-Technologiechef Dr. Guy Kouemou: "Neue Produkte, die unseren Kunden helfen, zum Beispiel Verkehrsmittel sicherer und effizienter zu machen, erfordern viel Detailforschung. Die hervorragenden Absolventen unserer Partnerhochschulen leisten dazu einen wertvollen Beitrag.
Am HENSOLDT-Standort Ulm entwickeln und fertigen rund 2.000 Mitarbeiter komplexe Sicherheitselektronik, darunter Radargeräte, elektronische Schutzsysteme und Hochfrequenzelektronikkomponenten. Der Großteil der Mitarbeiter sind Ingenieure und Techniker, rund 180 junge Menschen befinden sich in der Ausbildung.
Über HENSOLDT
HENSOLDT ist ein weltweiter Pionier für Technologie und Innovation im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitselektronik. Das Unternehmen ist Marktführer bei zivilen und militärischen Sensorlösungen und entwickelt neue Produkte, um den sich entwickelnden Bedrohungen zu begegnen, die auf bahnbrechenden Konzepten in Bereichen wie Big Data, Robotik und Cybersicherheit basieren. Mit rund 4.300 Mitarbeitern erwirtschaftet HENSOLDT einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr.
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