Mobile Sensoren als Schlüssel zur Überlebensfähigkeit auf dem Gefechtsfeld
Die jüngsten Konflikte haben deutlich gemacht, welch großen Gefahren die Streitkräfte ausgesetzt sind. Die Soldaten müssen sich sowohl mit traditionellen Bedrohungen wie Artilleriebeschuss als auch mit neuen Technologien und Taktiken in Form von tödlichen Drohnenangriffen auseinandersetzen. In diesem neuen Kriegsschauplatz des 21. Jahrhunderts haben die Soldaten schnell gelernt, dass eine frühzeitige Erkennung von Bedrohungen und Mobilität der Schlüssel zum Überleben sind. Wir erfahren, wie HENSOLDT helfen kann.
Kampfszenario in modernen Konflikten
Ein gepanzertes Fahrzeug wird aus mehreren hundert Metern Entfernung beobachtet. Der große Turm, die bekannte Form und die schlammigen Fahrspuren sind von oben deutlich zu erkennen.
Eine kleine feindliche Einheit, die eine kostengünstige Drohne (UAV) einsetzt, kann sehen, dass das Fahrzeug angehalten hat und die Besatzungsmitglieder im und um das Fahrzeug herum eine Pause einlegen, ohne zu wissen, dass sie beobachtet werden. Es ist Zeit zuzuschlagen.
An anderer Stelle ist eine kleinere Drohne - eine so genannte FPV-Drohne (First Person View) - gestartet und wird von einem geschickten Bediener mit Hilfe ihrer Frontkamera und den Anweisungen des Drohnenteams, das die Informationen sammelt, gesteuert.
Die FPV-Drohne ist jedoch nicht zur Überwachung da, sondern hat einen Sprengsatz an sich, der das gepanzerte Fahrzeug erheblich beschädigen kann.
Die Besatzungsmitglieder bemerken erst in letzter Sekunde, dass sie in Gefahr sind, als plötzlich die hochfrequenten Rotoren der Drohne hörbar werden. In mehreren Kilometern Entfernung sieht der FPV-Operator, wie sich sein Bildschirm verdunkelt, als die Drohne erfolgreich in ihrem Ziel explodiert.
Dieses Kampfszenario hat sich in den letzten Konflikten mehrfach abgespielt. Kommerziell erhältliche Drohnen können hochwertige militärische Ausrüstung und das Leben ihrer Bediener ausschalten.
Mobilität bleibt der Schlüssel zum Schutz
Stationäre Ziele sind leichte Ziele, weshalb die Mobilität - soweit möglich - zur Überlebensfähigkeit von Bodenfahrzeugen beiträgt, neben Bereichen wie Panzerung, Schutzsysteme und Feuerkraft.
Da die Mobilität so wichtig ist, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Systeme und Sensoren an Bord eines Fahrzeugs auch während der Fahrt bedient werden können.
Aus diesem Grund werden viele Waffenstationen und hochauflösende elektro-optische Systeme in Fahrzeugen durch elektromechanische Systeme stabilisiert, um sicherzustellen, dass die Besatzungen während der Fahrt operieren können und nicht zu "leichten Beute" für Angriffe vom Boden oder von oben werden.
Auch wenn die Bedeutung der Mobilität nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, muss es doch möglich sein, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu einer unmittelbaren Bedrohung werden. Und wenn es um die Erkennung von Boden- und Luftzielen geht, einschließlich militärischer und kommerzieller Drohnen (UAVs), die für Aufklärungs- oder Angriffsmissionen eingesetzt werden, ist das Radar nach wie vor ein unverzichtbares Mittel für militärische Boden- und Marineeinheiten.
Seit seiner Einführung vor fast acht Jahrzehnten war das Radar immer ein wichtiger Faktor auf dem Gefechtsfeld, und das ist auch heute nicht anders. Der Einsatz von Radar hat sich im Laufe der Zeit ausgeweitet, und die Bedrohung durch relativ kostengünstige Drohnen hat den Bedarf an radargestützten Fähigkeiten zur Erkennung von Bedrohungen nur noch erhöht, insbesondere an solchen, die Ziele mit geringem Radarquerschnitt erkennen und klassifizieren sowie mehrere "Schwarmziele" kategorisieren und verfolgen können.
Fahrzeugbasierte Radare sind eine ideale Lösung, da sie mobil sind und Verbände und Konvois schützen können, während sie sich in ihrem Einsatzgebiet bewegen.
Radar und Mobilität: das perfekte Duo
Eine optimale Kombination für das moderne Gefechtsfeld ist die Gewährleistung der Mobilität der Truppen unter einem schützenden Überwachungsbereich.
Es gibt jedoch noch einige Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Erkennungsfähigkeiten des Radars und die Einschränkungen beim Betrieb eines Radars in einem fahrenden Fahrzeug.
Viele Radarsysteme können während der Fahrt nicht effektiv arbeiten. Darüber hinaus kann der Erfassungsbereich des Radars in Bezug auf den Höhenbereich begrenzt sein.
Somit kann eine Militäreinheit die Vorteile der Radarüberwachung sowohl während der Fahrt als auch direkt über ihrem Fahrzeug nicht nutzen.
HENSOLDT hat eine technologische Lösung entwickelt, um diese Herausforderungen auf dem Gefechtsfeld zu meistern und so das Personal zu schützen und den erfolgreichen Abschluss von Missionen selbst unter den widrigsten Bedingungen zu gewährleisten.
Kernstück dieser Lösung ist das SPEXER 2000-Radar von HENSOLDT, das seit fast zwei Jahrzehnten von Militär- und Sicherheitskräften auf der ganzen Welt eingesetzt wird und zu den weltweit führenden Radargeräten gehört, insbesondere für C-UAVs.
Das Radar hat im Laufe der Jahre eine Reihe von Verbesserungen erfahren, um neue Funktionen einzuführen, die die Leistung und Funktion der modernen Elektronik nutzen.
Seine neueste Version MkIII ist führend in Bezug auf fortschrittliche Gefechtsfeldfähigkeiten.
SPEXER 2000 MkIII: eine kampferprobte Fähigkeit
Das SPEXER 2000 MkIII erfüllt die kritischen Anforderungen an die Mobilität auf dem Gefechtsfeld sowie die Fähigkeit zur 3D-Erkennung, einschließlich kleiner Drohnen. Dank der spektralbasierten automatischen Mikro-Doppler-Zielklassifizierung unterscheidet das Radar zwischen verschiedenen VSHORAD-Zielen (UAVs, Hubschrauber oder Vögel) und Bodenzielen.
Dank seiner modernen Elektronik ist das System kostengünstiger und weniger stromintensiv als frühere Radare, so dass es auf einer größeren Anzahl von Fahrzeugen installiert werden kann.
Der SPEXER 2000 MkIII erkennt und klassifiziert automatisch mehrere Ziele parallel mit seinem aktiven elektronisch abgetasteten Array (AESA) im X-Band und nutzt dabei Strahlsteuerung und fortschrittliche Verarbeitungsfunktionen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Radargeräten, die abgestimmt und eingerichtet werden müssen, funktioniert die SPEXER 2000-Familie sofort nach dem Einschalten. Dies ist in Gefechtsszenarien von großer Bedeutung. Dort können ein paar Sekunden Verzögerung tödlich sein.
Mit einem fest installierten Radargerät, das 120 Grad im Azimut abdeckt, erhalten die Bediener durch die Hinzufügung von zwei weiteren Geräten eine vollständige 360-Grad-Abdeckung und keine blinden Flecken, die feindliche Kräfte ausnutzen könnten. Dies gilt auch für die Elevation, wobei die neueste Version des SPEXER 2000 einen Erfassungsbereich von 90 Grad aufweist und somit eine Halbkugel um das Fahrzeug und seine Umgebung bildet.
Wir bei HENSOLDT haben uns dem Schutz der Streitkräfte und der Gesellschaft vor Aggressionen und Bedrohungen des Lebens verschrieben und sind stolz darauf, dass der SPEXER 2000 MkIII zu dieser wichtigen Aufgabe beiträgt.
